Rauchfahne

Nippon Kodo – Ka-fuh – Hinoki

Von diesen Stäbchen habe ich 6 Stück bei einem Räucherwerktausch im August 2024 bekommen.

Die Frau, mit der ich diesmal Räucherstäbchen getauscht hatte, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Nippon Kodo scheinbar manche Stäbchen in mehreren Linien verkauft. Ihr waren auf Tierra Zen (die seit 2022 der Nippon Kodo Gruppe angehören und so etwas wie ihr offizieller Vertriebspartner für Europa zu sein scheinen) Parallelen in den Beschreibungen aufgefallen.
Zudem wird auf den Produktseiten der Ka-fuh Linie darauf hingewiesen, dass es Packungen mit 20 Stäbchen gibt, die aber innerhalb der Linie nicht auftauchen, so wie bei den entsprechenden Sorten der Koh Do Linie (welche nur in Packungen mit 20 Stäbchen verkauft werden), von größeren Packungen die Rede ist, welche es nur in der Ka-fuh Linie gibt.

Demnach gibt es Ka-fuh – Hinoki in Packungen mit 20 Stäbchen (verkauft als Koh Do – Hinoki) für 3,80€, 50 Stäbchen (6,50€), 120 Stäbchen (9,90€) und ca. 430 Stäbchen (29€).
Die Stäbchen sind etwa 14cm lang und brennen für 25-30 Minuten.
Sie werden als „rauchlose“ Räucherstäbchen geführt.

Die oben genannten Preise sind von Tierra Zen, die in Spanien ansässig sind. In deutschen Shops findet man die Packungen der Ka-fuh Linie ab 5,90€, z. B. bei Ongnamo. Dort hat sie auch meine Tauschpartnerin gekauft.

Hinoki (Chamaecyparis obtusa) ist die japanische Zypresse. Im Englischen wird auch oft „Hinoki Pine“ – also Kiefer dazu gesagt, das ist aber botanisch nicht korrekt.

Zutaten: In der Beschreibung auf Tierra Zen ist neben Hinoki-Holz von einer „Zypressen-Essenz“ die Rede.
Ausschließlich die Beschreibung der unter Koh Do verkauften Hinoki Stäbchen erwähnt außerdem einen „Hauch Olibanum“ (also Weihrauch), obwohl die Stäbchen dieselben sein sollten. Davon abgesehen sind die beiden Beschreibungen aber inhaltlich identisch.

Unangezündet riechen Hinoki überraschend parfümig. Der Geruch erinnert mich an Raumparfüms und auch ein wenig an WC-Reiniger; es ist dieser frische, reine Duft, welchen sich die Stäbchen damit teilen.

Angezündet ist der Duft recht anders, behält aber zumindest einen kleinen Teil des parfümigen Charakters.
Ich erkenne die trockene Holzigkeit, die mir inzwischen von anderen Zypressen bzw. Thuja-Räucherstäbchen vertraut ist.
Darüber liegt aber ein recht potentes Aroma, das ich als stechend empfinde. Es ist eine Art mineralische Frische, die ich ebenfalls schon in anderen Stäbchen gerochen habe, hier scheint sie aber sehr konzentriert und potent zu sein. Mit genügend Frischluft verdünnt wirkt der Geruch tatsächlich frisch, kühl und klar.

Hinoki wirken auf mich stark stilisiert; der Geruch erscheint nicht künstlich, gibt für mich aber auch keinen naturgetreuen Duft wieder.
Es ist wie der Vergleich einer Fotografie eines Hinoki-Baumes mit einer Grafik dessen – die stärksten Charakteristika werden überzeichnet dargestellt, um ein Bild mit eindeutigem Wiedererkennungswert zu kreieren, aber sie wirkt nicht wie echt – und so nehme ich auch diesen Duft wahr.

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