Rauchfahne

Kohgen – Japanese Fragrances – Hinoki

Sebastian – einer meiner Räucherwerkfreunde, mit dem ich immer mal wieder Samples tausche – war 2025 in Japan und hat mir angeboten, Sachen mitzubringen. Und als ob das nicht großzügig genug wäre, hat er mir auch noch von allen Stäbchen, die er sich gekauft hat, Samples geschickt. Vielen, lieben Dank!

Diese Hinoki hatte er selbst als Sample bekommen, es waren nur zwei, von denen er mir eines abgegeben hat. 😀

Ich kannte Kohgen bereits vom Hörensagen über Reddit als beliebten Händler für Räucherwerk in Japan, mit mehreren Ladengeschäften. Außerdem kann man auf ihrer japanischen Website via WordShopping bestellen, oder über einen weiteren, englischsprachigen Webshop.
Bis ich dieses Sample erhalten hatte, war mir jedoch nicht bewusst, dass Kohgen auch selbst Räucherstäbchen herstellen.

Hinoki wird in Packungen zu 30 Stück verkauft; die Stäbchen messen ca. 14cm und brennen für 30 Minuten. Der Preis liegt bei 2200 Yen, umgerechnet etwa 12,80€.

Kohgen schreiben: „Hinoki ist ein Räucherwerk mit einem erfrischenden Duft, das auf einer Sandelholzbasis mit natürlichem Hinoki-Öl (japanische Zypresse) hergestellt wird. Wenn Sie dieses Räucherstäbchen anzünden, können Sie den Duft spüren, der an ein neu gebautes japanisches Haus aus Zypressenholz erinnert.

Beim Anzünden dieses Stäbchens habe ich ein überraschtes „Oh!“ ausgestoßen. Die ersten Noten waren verblüffend klar und kontrastreich: Zum einen süß und cremig, zum anderen holzig und koniferig. Wobei mich die Koniferennote insgesamt mehr an Kiefern als an Zypressen erinnert, weil sie sehr warm ist.

Nach einigen Momenten wirkt der Duft umso süßer; ich rieche eine sehr weiche, cremige und vanillige Süße, mit einem Hauch Zimt, so wie man sie von vielen Shoyeido Sorten kennt.
Daneben kommt aber immer noch eine leicht mineralische, grüne Frische durch. Es riecht wie frisch gebackene Plätzchen neben dem Weihnachtsbaum!

Etwa zur Hälfte herabgebrannt, hat sich der Duft allmählich gewandelt. Die Raumnote ist jetzt weniger süß als anfangs und zeigt eine recht deutliche Sandelholznote; dazu wieder grüner und holzig-warmer Koniferengeruch, den ich nicht sofort mit Zypressen assoziieren würde.
Ab dann pendelt der Duft immer wieder, lässt manchmal die an Plätzchen erinnernde Süße aufblitzen, um kurz darauf erneut holzig und nach Nadelbäumen zu riechen.

Der Nachgeruch ist ausgesprochen subtil und zeigt hauptsächlich den holzigen Anteil des Duftes, bleibt aber eher süß.

Ich hatte mir von einem Hinoki-Räucherstäbchen einen weniger süßen Duft erwartet, muss aber sagen, dass ich die Komposition dennoch einnehmend und schön finde.
Die Dynamik aus süßem Gourmand-Duft und frischem Nadelbaumgrün ist spannend und interessant.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert