Shoyeido – Magnifiscents – Obsidian
Diese angebrochene Schachtel von Obsidian habe ich Anfang 2025 auf Kleinanzeigen gekauft.
Eine Packung mit 30 der ca. 13,5cm langen Stäbchen kostet etwa 7€. Die Brenndauer ist mit etwa 30 Minuten angegeben.
Einige zusätzliche Informationen finden Sie auf der Übersichtsseite zur Line Magnifiscents.


Zutaten: Sandelholz, Weihrauch, aromatischer Ingwer und Gewürze.
Auf der Packung steht „aromatic Ginger“ als Zutat, in manchen Shops (so wie Padma Store) wird aber Ingwerlilie angeführt, die auch in Diamond als Zutat genannt wird. Auf den alten Packungen stand noch die lateinische Bezeichnung für die Zutaten; auf den neuen wurde diese leider weggelassen.
Die Zutatenliste liest sich insgesamt sehr ähnlich wie die von Diamond, und so habe ich erwartet, dass die beiden ähnlich riechen und ich sie ähnlich gerne mögen würde, was mich bei Shoyeido aber schon des Öfteren in die Irre geführt hat.
Zwischen diesen beiden besteht aber tatsächlich eine große Ähnlichkeit. Die Hauptanteile der Komposition wirken unterschiedlich proportioniert, was den beiden Düften einen jeweils eigenen Charakter verleiht.
Obsidian eröffnet mit einer relativ cremigen Süße, die aber schnell von einer recht deutlichen Harzigkeit abgelöst wird, die den Duft vielmehr trocken und puderig wirken lässt.
Der würzige Aspekt in Obsidian erscheint tendenziell warm, und im Vergleich zu dem hell und frisch wirkenden Charakter von Diamond fühlen sich Obsidian dunkler und ruhiger an als diese.
Ich finde sie zudem weniger süß als Diamond und entdecke eine leicht herbe Note in ihnen.
Zusammen mit der trockenen Harznote wirkt die würzige Schärfe in Obsidian nicht ingwerig-frisch, sondern eher würzig-aromatisch. Dennoch finde ich sie angenehm; sie erzeugt ein interessantes Prickeln in der Nase.
Obsidian und Diamond wirken wie zwei Seiten einer Medaille: eine dunkel, eine hell. Ich finde beide Düfte interessant und angenehm. Müsste ich wählen, würde ich mich für Diamond entscheiden.