Shoyeido – Premium – Matsu-no-tomo
Von Matsu-no-tomo oder „Friend of Pine“ habe ich von zwei Leuten Samples bekommen: einmal bei einem Sample-Tausch mit Redditor u/Opuaut Mitte 2024 und letztes Jahr (2025) ein weiteres Sample von Sebastian, mit dem ich immer mal wieder tausche.
Das Besondere an dem Sample von Sebastian ist, dass es ganz frisch von ihm aus Japan mitgebracht wurde. Er hat sie am Ende einer Führung durch die Manufaktur in Kyoto, welche dem Shoyeido Main Store angeschlossen ist, bekommen.


Außer den Stäbchen enthält das Sample aus der Shoyeido Manufaktur einen kleinen Halter, wie er auch dem Sampler der Linie Horin beiliegt. Die Innenseite des beiliegenden Zettels informiert über die Sorte der Samples.
Die regulären Matsu-no-tomo sind 7″ (ca. 18cm) lang. Das Sample aus der Factory-Tour enthält drei 11cm lange Stäbchen.
Es gibt außerdem eine lange Variante von 9.75″ (25cm).
In Deutschland sind die Sorten aus der Premium Linie vereinzelt erhältlich. Ein Shop namens Oryoki führt die Standardvariante für 16,50€ (35 Stäbchen), bei Padma Store sind sie aktuell ausverkauft.

Zutaten: Sandelholz, Nelken, Benzoe, Kampfer, Patchouli, Gewürze
Shoyeido nennen Matsu-no-tomo einen „frischen, kühlen Duft, der an eine Brise erinnert, die durch einen uralten Kiefernwald weht“. Die Beschreibung erwähnt zudem chinesische Heilkräuter.
Die rohen Stäbchen sind würzig mit einer gewissen Umami-Note, bzw. einem curryartigen Geruch und einer leichten Süße.
Das neuere Sample hat überdies einen starken Kampfergeruch.
Der Geruch der brennenden Stäbchen ist recht voll, aber nicht unbedingt das, was ich mir bei dem Namen „Friend of Pine“ vorgestellt habe. Der Duft hat zwar etwas Grünes, aber nicht wirklich in einem waldigen, oder gar koniferigen Sinne. Der Patchouli macht sich bemerkbar und ich finde den Charakter der Würzigkeit an sich irgendwie grün, aber es ist kein Geruch, der mir das Gefühl gibt, im Grünen zu sein.
Das liegt stark an dem Umami-Charakter, der in beiden Chargen deutlich herauskommt, bei den neueren aber etwas kräftiger ist. Es ist nicht wirklich ein Essensgeruch, aber es hat was von einer Gewürzschublade, in der sich unter anderem Curry befindet.
Dazu gesellt sich eine unterschwellige Süße, eine Bitternote (wie ich sie auch in Emerald wahrgenommen habe) und – zumindest bei den neueren Stäbchen – die Frische von Kampfer.
Davon abgesehen, dass der Duft nicht meiner Vorstellung entspricht, finde ich ihn ganz interessant.
