Temple of Incense – Electric Musk und Monsoon Incense – Red Musk
Diese beiden Samples habe ich Mitte 2024 bekommen: Electric Musk von Sascha (Eigentümer von Indiaroma) und Red Musk von Eugene, dem Inhaber der Marke Monsoon Incense.
Electric Musk werden von Temple of Incense in England für 10£ pro Schachtel mit 20 Stäbchen verkauft.
In Deutschland bekommt man sie bei Indiaroma oder Wrage für 12€.
Red Musk gibt es bei Monsoon Incense für 2,50€ in 15g Packungen. Anhand des Gewichts meiner Samples sollten das ca. 10 Stäbchen sein.
Geruchlich ähneln sich beiden Sorten zwar nicht im Geringsten, aber wegen der optischen Ähnlichkeit und weil Eugene in seiner Beschreibung direkt auf Electrik Musk (ursprünglich von Happy Hari verkauft) Bezug nimmt, packe ich sie in einen Artikel.

Temple of Incense – Electric Musk
TOI beschreiben Elektric Musk wiefolgt: „Diese herrlichen Räucherstäbchen mit ägyptischem Moschus fangen alles ein, was wir an den exotischen, moschusartigen Düften Ägyptens lieben. Sie sind klar und rein. Wenn Sie Düfte im Stil von frisch gewaschener Wäsche mit einer leichten Moschusbasis mögen, werden Sie diese Stäbchen lieben.“
Außerdem findet man den Hinweis, dass diese Stäbchen mit einer synthetischen Farbe gefärbt sind.
In den ersten Momenten nach dem Anzünden breitet sich ein mild-süßer und sauberer Musk-Geruch im Raum aus. Die Süße wirkt puderig weich, aber zugleich cremig. Ich finde auch eine gewisse holzige Note.
Der Geruch erinnert mich an ein arabisches, festes Musk-Parfüm, das ich hatte, aber auch an frische Wäsche oder Weichspüler.
Wenn das Stäbchen einige Zentimeter heruntergebrannt ist, fängt die Süße an, etwas aufdringlich zu sein. Wenn der Geruch die Gelegenheit hat, sich aufzustauen, entwickelt er zudem eine brandige Note. Ich frage mich, ob das von der Farbe kommt.
Der Nachgeruch ist eher subtil und verblasst allmählich im Hintergrund.

Monsoon Incense – Red Musk
Eugenes Beschreibung: „Als junger, ehrgeiziger Herausforderer von Happy Hari’s ‚Electric Musk‚ weisen diese Räucherstäbchen zwar ein ähnliches Form auf, besitzen jedoch ein völlig anderes Duftprofil: einen hellen, maskulinen Moschusduft mit balsamischen und harzigen Noten. Hergestellt aus feinsten arabischen Parfümölen.“
Der Rohgeruch von Red Musk erinnert an Kloreiniger und Männerdeo. Ich empfinde den Geruch als unangenehm, so sehr, dass ich mich überwinden muss, ein Stäbchen anzuzünden.
Angezündet riecht Red Musk nicht mehr nach scharfen Reinigungsmitteln, aber immer noch stark seifig. Es erinnert an Duschgel oder dergleichen.
Ich finde eine leicht fruchtige Note in dem Geruch, sowie eine Floralität, die schwer und süß ist. Es geht grob in die Richtung von Maiglöckchen. Zumindest erinnert es mich an die Maiglöckchen-Seife, die ich gelegentlich kaufe.
Der Geruch hat zwar Aspekte von Düften, die generell als maskulin definiert werden, er ist aber dabei ziemlich süß, auf eine Weise, die ich schnell aufdringlich finde.
Der Geruch ruft eine Erinnerung an andere Räucherstäbchen wach: Fleur de Vie – Five Tibetan Rites
Im Nachgeruch kommt die Seifigkeit wieder stärker zurück und diese irgendwie fruchtige Note taucht erneut auf; beides für mich recht unangenehm.
Resümee:
Der Look dieser beiden Räucherstäbchensorten ist für mich eher ein Abschreckungsmittel. Das metallische Blau von Electric Musk sieht exakt so aus wie ein Sprühlack, auf den ich als Teenager eine Zeit lang gestanden habe.
Das glänzende Rot von Red Musk erinnert mich an billiges Kunstleder.
Beides nichts, was ich als Räucherwerk verwenden möchte.
Keiner der beiden Düfte macht mich wirklich an, wobei ich in der Regel grundsätzlich mit seifigen Düften nichts anfangen kann. Insofern gehöre ich einfach nicht zur Zielgruppe.
Electric Musk ist für mich die weniger unangenehme Sorte.