Gulabsingh Johrimal – Kesar Chandan
Diese beiden Stäbchen habe ich im Mai 2024 von Sascha bekommen.
In Deutschland ist diese Sorte meines Wissens nicht zu bekommen und auch allgemein ist Gulabsingh Johrimal nicht leicht zu finden; die Marke gilt als Geheimtipp.


Von den Nag Champa dieser Marke war ich hellauf begeistert, und wie diese haben auch Kesar Chandan eine relativ stark ausgeprägte Fruchtigkeit, die mich in einem Kesar Chandan Duft allerdings überrascht und, offen gesagt, irritiert. Ich finde, sie passt einfach nicht in das Duftkonzept und beißt sich mit einigen der anderen Noten. In erster Linie mit dem leicht miefigen Musk-Aspekt der Komposition, welcher permanent mitschwingt.
Die würzige Schärfe des Safrans ist angenehm ausgeprägt, wird aber von dem säuerlich-fruchtigen Geruch immer wieder übertüncht. Ich wünschte, sie wäre präsenter.
Von anderen, typischen Safran-Noten rieche ich nichts.
Sporadisch taucht eine feine, vanillige Süße auf, die den Duft etwas auflockert und abrundet. Ist sie präsent, kann ich dem Duft deutlich mehr abgewinnen; leider kommt sie nicht oft zum Vorschein und verweilt auch nicht lange. Sie schafft es für mich nicht, den Duft in seiner Gesamtheit ausgewogen wirken zu lassen.
Kesar Chandan fallen aus der Reihe, so viel kann man sagen.
Wer auf interessante, ungewöhnliche Düfte steht, die ein paar Ecken und Kanten haben, könnte am Duft von Kesar Chandan durchaus Gefallen finden.