Prime Fragrancess – Oodh Cambodi
Diese Samples stammen aus einem umfangreichen Paket, das mir meine Freundin Silver Anfang 2024 aus Indien geschickt hat.
„Fragrancess“ ist kein Tippfehler, die Marke schreibt sich tatsächlich mit Doppel-S.
Die Stäbchen messen 9″ (ca. 23cm) und haben einen 2mm dicken Bambusstab – unnötig dick, wie ich finde.
Prime Fragrancess sind bei uns völlig unbekannt, in Indien scheinen sie aber gut vertreten zu sein.
Acharya verkauft Oodh Cambodi für ₹250, es sind 50g Packungen mit ca. 25 Stäbchen.
Scenting Secrets und ein Shop namens Fragrance Place bieten dieselben Packungen für ₹300 an.
Ein in Neu-Delhi, Indien, ansässiger Shop namens Jain’s Perfumes nennt einen Euro-Preis von 2,75; der Shop verkauft noch weitere Oudh-Varianten dieser Linie.
Sie schreiben, dass internationaler Versand bis zu 10 Tage dauern kann. PayPal wird als Zahlungsmethode nicht angeboten, aber einige andere Optionen.
Bitte beachten Sie, dass der Name auf der Box zwar als „Oodh Cambodi“ geschrieben ist, einige Geschäfte die Sorte jedoch als „Oudh Cambodi“ listen, was die gebräuchlichere Latinisierung des Wortes ist.

Der Rohgeruch ist ein wenig animalisch „barnyardy“ und erinnert stark an feuchte Erde. Es ist ein deutlich ölbasierter Geruch, allerdings zeigen die Stäbchen beim Anzünden keine Rußflamme.
Der Duft der brennenden Stäbchen ist kräftig, aber nicht zu stark, jedenfalls bei geöffnetem Fenster.
Ich mag den dunklen Charakter von Oodh Cambodi; die Erdigkeit, die sich mit einem weichen, trockenen Holzaroma mischt.
Eine für Oudh-Düfte typische tiefe, balsamisch-weiche Harzigkeit, kombiniert mit einer subtilen, mich vage an Propolis oder Waldhonig erinnernden Süße, rundet den Geruch ab.
Dieser Aspekt fängt die leicht stechende, aber nicht unangenehme Note des Oudh-Aromas auf. Es ist eine Art Würzigkeit, die ähnlich auch in manchen Vetiver- bzw. Khus-Räucherstäbchen und Parfüms vorhanden ist. Der Charakter des Oudhgeruchs erinnert mich speziell an günstiges „Nha Trang“ Aderholz aus Vietnam.
Rächerstäbchen wie diese werden im Westen gerne als Eigenmarke, tendenziell zu Premiumpreisen, verkauft. (Wobei die normalerweise keinen so dicken Bambusstab haben.)
Oodh Cambodi erinnern mich ein wenig an Cambodian Oudh von Monsoon Incense; unterscheiden sich aber von diesen stark genug, um nicht den Verdacht nahezulegen, dass es dieselben sind. Cambodian Oudh habe ich als etwas vielschichtiger empfunden, sie bewegen sich aber in einer ähnlichen Preisklasse.
Ich wäre neugierig, einige andere Düfte aus dem Sortiment von Prime Fragrancess zu probieren, denn Oodh Cambodi sind ernsthaft gut. Ich wünschte nur, das Bambusstäbchen wäre etwas dünner.