Rauchfahne
Yamadamatsu - Rakuen Sampler 01

Yamadamatsu – Rakuen (Sampler)

Diesen Sampler hat mir Sebastian von seinem Trip nach Japan als Geschenk mitgebracht. Noch einmal vielen Dank dafür!

Der Sampler enthält je 4 Stäbchen der 3 Sorten aus der Linie Rakuen (manchmal auch Raku-en geschrieben).
Sie sind 7cm lang (bei einer Stärke von 2mm), was der vollen Länge der regulären Packungen entspricht.
Die Brenndauer wird mit 15-20 Minuten angegeben.

Die enthaltenen Sorten heißen: Fujitsubo · 藤壺 (Wisteria Vase), Hagitsubo · 壺庭 (Hagi Vase) und Seiryo · 清涼 (Bracing).
Es gibt die Stäbchen in Packungen zu 20 Stück, mit einem Halter oder zu 60 Stück ohne.
In Deutschland habe ich keine Bezugsquelle für die Stäbchen dieser Linie gefunden. Auch Lotus Zen (UK) verkaufen sie aktuell nicht.
Online habe ich den Sampler bisher nur bei Wa No Kaori (Japan, internationaler Versand) ausfindig machen können. Dort kostet er 4,95€.
Die kleinen Packungen der einzelnen Sorten kosten 7,95€; die großen 15,95€.

Einen Blick auf die Yamadamatsu Website werfend, stelle ich fest, dass es Rakuen auch als Räucherspiralen gibt, und bei diesen werden zwei weitere Sorten gelistet: Gyoka und Shoyo. Die Sorten aus dem Sampler basieren auf Sandelholz, während die anderen beiden Adlerholz als Basis haben.

Der Sampler ist in dickes Papier eingeschlagen. Im Inneren befindet sich eine zweite Plastikverpackung (links) mit den Stäbchen, separiert durch Wellpappe.


Hagitsubo

„Hagitsubo“ oder „Hagitubo“ geschrieben.

Nathan hat den Geruch von Kampfer, bzw. Borneol öfter als „gefrorene Zwiebeln“ beschrieben, was ich immer kurios und nicht ganz nachvollziehbar fand. Bis zu diesem Sampler. Obwohl deutlich als Kampfer erkennbar, hat der Geruch der rohen Stäbchen tatsächlich eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem von tiefgekühlten Zwiebelwürfeln.
Dazu gesellen sich eine leichte Würzigkeit und eine leicht seifige Note.

Angezündet kommt die Sandelholzbasis sehr deutlich heraus. Es ist ein weicher, leicht cremiger und süßer Sandelholzduft im Hintergrund. Das dominierende Aroma würde ich eher als leicht herb, und musky mit seifigem Einschlag beschreiben.

Der Kampfer trägt leicht zur empfundenen Herbe des Duftes bei, lockert ihn aber auch ein wenig auf.


Fujitsubo

„Fujitsubo“ oder „Fujitubo“ geschrieben.

Der Rohgeruch ist ausgesprochen stark kampferig und noch „zwiebeliger“ als der von Hagitsubo, lässt aber eine süße Floralität durchscheinen.

Angezündet breitet sich ein süßer und floraler Duft aus, den ich als sehr cremig empfinde. Der Geruch erinnert mich an indische Räucherstäbchen, etwas von Mother’s vielleicht. Zudem taucht immer mal wieder eine holzige, süß-cremige Note auf, die mich an Chandan (Sandelholz) Räucherstäbchen denken lässt.

Der Kampfer ist noch als schwach herbe, frische Note wahrnehmbar, die den Geruch insgesamt hebt. Ich finde ihn etwas zu deutlich, aber da Kampfer flüchtig ist, und diese Stäbchen recht frisch, würde ich davon ausgehen, dass dieser Aspekt mit der Zeit schwächer wird.


Seiryo

„Seiryo“ oder „Seiryou“ geschrieben.

Auch hier ist der Rohgeruch vom selben Kampfer-Charakter wie die übrigen, gemischt mit würzigen Noten (hauptsächlich Nelke) und einer deutlichen Süße.

Bei Seiryo mischt sich erneut eine deutliche Süße und Cremigkeit in die Kampferfrische. Das Sandelholz der Basis ist wieder recht deutlich wahrnehmbar, aber diesmal in Kombination mit einer stärkeren Würzigkeit als in Hagitsubo. Ich finde die beiden relativ ähnlich, wobei Seiryo vielleicht etwas frischer wirkt. Im Nachgeruch wird dies noch etwas deutlicher.


Resümee:

Obwohl ich grundsätzlich der Marke Yamadamatsu viel abgewinnen kann, bin ich von Rakuen nicht übermäßig begeistert. Ich muss aber anmerken, dass dies die erste moderne und florale Linie von Yamadamatsu ist, die ich probiere.
Die Düfte sind keineswegs schlecht. Sie scheinen nicht rein auf Parfümen zu basieren und ich finde keine Off-Noten. Die Gerüche sprechen mich nur nicht sonderlich an.

Am besten von den dreien hat mir Fujitsubo gefallen, aber ich denke nicht, dass ich mir eine Packung davon kaufen würde. Wenn überhaupt, hat mich dieses Sample neugierig gemacht, andere japanische Wisteria-Stäbchen zu probieren.

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