Rauchfahne
Balaji -Tree of Life

Tree Of Life: Goloka versus Balaji

Goloka’s Interpretation des Themas habe ich im Winter gekauft (Ephra World Shop, 1,85€ – 15g/ca. 10 Stk. = ~19ct pro Stäbchen; Brenndauer 35-45 Minuten.) und das erste Mal ausprobiert. Da fand ich sie recht rauchig und sehr generisch, ohne wirkliches Alleinstellungsmerkmal. Ich habe aber vermutet, dass ihnen die kalte Winterluft nicht bekommt und beschlossen sie erst wieder hervorzuholen, wenn es wieder wärmer ist. (Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit können einen enormen Einfluss auf Gerüche haben.)
Im April habe ich mir notiert manchmal eine kleine Menge Sandelholz zu riechen, wobei das Geruchsprofil insgesamt einen sehr herben, dunklen Charakter hat. “Seifig-krautig, mit einer leichten Frische, die den Geruch etwas auflockert”, steht da.
Inzwischen habe ich sie in meine Draußen-verbrennen-Box getan, weil ich das dunkle Aroma, das ich irgendwann als Eichenmoos identifiziert habe, zunehmend penetrant fand. Meine letzte Notiz lautet: “Holzig, dunkel; erinnert mich zu sehr an altmodisches Männerparfüm.” Draußen ist es ganz ok, dort bekommt man nur ab und zu mal eine Nase voll ab und es wird nicht zu aufdringlich.
Gekauft hatte ich sie, weil sie allgemein sehr beliebt zu sein scheinen. Mein Geschmack ist es leider nicht.
Wertung: 2,2

Balaji -Tree of Life

Die von Balaji kosten, ebenfalls bei Ephra, 1,65€ – 15g/ca. 13 Stk. Preis pro Stäbchen ~ 13ct. Die Brenndauer ist mit 35-40 Minuten angegeben.
Sie riechen komplett anders und ich habe mit der Wahrnehmung ihres Geruchsprofils eine komplette 360° Drehung vollzogen. (Ja, wirklich. Nicht 180° – einmal komplett im Kreis.)
Beim ersten Mal habe ich sie mehr oder weniger gehasst. Da ist eine Note, die ich gern mit Muskatnuss assoziiere, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich Muskat ist*. Der Grund ist, das Muskat für mich nach Katzenpisse riecht und das tun diese Stäbchen auch. Darüber hinaus fand ich sie seifig und mit nur eine ganz schwache Sandelholz-Süße.
Ich wollte sie nicht noch mal riechen. Gleichzeitig will ich aber auch nichts nach nur einem Versuch als schlecht abstempeln – können doch so viele Faktoren den Geruch beeinflussen und manchmal hat man auch einfach einen schlechten Tag…
Der zweite Eindruck war ein komplett anderer – wobei auch nicht gut. Ich roch kein Muskat mehr. Am Anfang fand ich sie sogar ganz lecker, nur dann breitete sich zunehmend ein ganz seltsamer Mief aus: Dunkel und stechend.
Dritter Versuch. “Das ist so seltsam. Ich fange wirklich an, es zu mögen. Das Unangenehme in der Komposition wird klarer und stellt sich jetzt als eine stechende Seifigkeit dar, die nur auftritt, wenn der Rauch nicht genug verdünnt ist. Als Nächstes wird dieser Geruch trocken und bei sehr starker Luftverdünnung tritt er komplett in den Hintergrund und der Geruch ist insgesamt sehr angenehm. Eine dezent süßes, puderiges und würziges Aroma.”
Daraufhin kamen sie ebenfalls in die Draußen-Box, weil sie offensichtlich am besten mit einer Unmenge Frischluft serviert werden. Und an dieser Stelle bin ich dann wieder am Anfang angekommen. Beim nächsten Mal war die pissige Muskat-Note wieder da. 😐
Sie werden jetzt an einen Bekannten weitergereicht, der Muskat mag und die Probe, die ich ihm geschickt hatte, gut fand. Er meinte, er denkt nicht, dass es Muskat ist, aber weiß, was ich meine.
Wertung: WTF 0-2

* Inzwischen weiß ich, dass manche Rosendüfte diesen Effekt auf mich haben können und bei manchen Sandelholzstäbchen habe ich (und andere) es auch schon bemerkt.

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