Koya’s – Heavenwood
Steve von Incense in The Wind hat mir dieses Sample-Stäbchen bei unserem Räucherwerktausch geschickt. Heavenwood gehört zu seinen absoluten Lieblingen. Hier ist sein Review. Es ist von Ende 2021, was heißt, dass das Sample mittlerweile etwa 3 Jahre alt ist.
Steve hat die Stäbchen selbst als Samples von Koya’s bekommen. Auf deren Website kosten eine 100g Packung ca. 2,50€ (₹225). Sie sind 9″ lang und brennen etwa 60 Minuten.
Interessant ist, dass Koya’s den Duft von Heavenwood unter anderem als moosig, scharf und maskulin beschreiben; von derartigen Noten habe ich gar nichts mitbekommen, wobei ich „maskulin“ zumindest ansatzweise nachvollziehen kann.
Heavenwood hat einen deutlich holzigen Aspekt, der von einer Vielzahl von anderen Noten eingerahmt wird.
Ich nehme den Duft als puderig, aber auch balsamisch wahr. Seine Weichheit hat mehrere Facetten und lässt ihn wie einen prächtigen, samtig weichen Teppich wirken.
Die Süße ist üppig und schwer wie Waldhonig und verbindet sich mit ein paar würzig-aromatischen und leicht herben Noten, welche sich zu verschiedenen Assoziationen zusammenfügen: Pfeifentabak, Trockenfrüchte, Lebkuchen, Creme Bruleé, aber auch (gutes) Bakhoor und Attar.
Der Duft ist dicht, aber nicht überladen. Ich erkenne dezente Parallelen zu Oudh-thematisierenden Räucherstäbchen, allem voran Manmohak Oud; allerdings unterscheiden sich die beiden stilistisch deutlich. Manmohak hat einen gewissermaßen rauen, rohen Charakter (aber nicht im negativen Sinne), wogegen Heaven Wood elegant und luxuriös wirkt.
Heavenwood hat einen vielschichtigen, schmeichelnden Duft. Ich vermute, er wird den meisten Menschen gefallen, die süße, tiefe Gerüche mögen.