Rauchfahne
Gangotrri - The Great Indian Amber

Gangotrri – The Great Indian Amber

Diese Samples stammen aus einem umfangreichen Paket, das mir meine Freundin Silver Anfang 2024 aus Indien geschickt hat.
Die Bilder der Verpackung wurden ebenfalls von ihr zur Verfügung gestellt. Danke! 🙂

Gangotrri sind eine indische Premiummarke, deren Preise für indische Verhältnisse bemerkenswert hoch sind. Der M.R.P. (maximum retail price) für eine Packung mit 20 Stäbchen ist ₹1100. Das entspricht etwa 11,80€ und wäre selbst bei uns noch ziemlich teuer. Im Westen sind Gangotrri allerdings nicht erhältlich.

Silver hat sie bei Acharya gekauft, für ₹760, sie sind aber dort nicht mehr lieferbar.
Im Shop von Gangotrri sind sie aber noch vorrätig.
Die Brenndauer ist mit mindestens einer Stunde und 15 Minuten angegeben.

Die 9″ langen Stäbchen sind extrudiert und scheinen hauptsächlich auf Kohle zu basieren.
Ich bin mir nicht sicher, ob es tatsächlich getauchte Räucherstäbchen sind, oder ob die Öle bereits in den nassen Teig eingearbeitet werden. Die Stäbchen fühlen sich aber sehr ölig an – selbst der blanke Bambus – was für ersteres spricht.
Gangotrri schreiben: „Wir verwenden Blumenöle, Harze, Gewürze, Wurzeln, Sandelholz-Essenz und ein paar hochwertige Moleküle, damit sich der Duft verbreitet und länger hält.“

Der Rohgeruch ist einnehmend; eine weiche, amberige Süße, leicht floral und fruchtig, begleitet von einer volatilen, leicht minzig anmutenden Frische.

Beim Anzünden erzeugen die Stäbchen eine rußende Flamme, man muss sie zwei- dreimal anzünden und wieder ausblasen, bis sich eine Glut etabliert.

Der Duft der brennenden Stäbchen ähnelt stark dem Rohgeruch und ist von moderater Stärke. Ein sanfter, lieblicher Amberduft, der leicht und gleichzeitig satt wirkt.
Es ist ein parfümartiger Duft, der sehr angenehm und betörend ist. Er ist durchwirkt von einer gelegentlich aufblitzenden Salzigkeit, die wirklich ausgesprochen subtil ist, den Charakter des Duftes aber stark beeinflusst.

Beim ersten Stäbchen habe ich eine leicht Oudh-artige Note in dem Duft wahrgenommen, die mir heute nicht auffällt. Vielleicht, weil ich gestern und heute Oudh-Räucherstäbchen verbrannt hatte.
Silvers Assoziation mit Zigarrentabak kann ich nachvollziehen, finde aber keine besondere Rauchigkeit in dem Geruch. Wenn überhaupt, ist es wie der Geruch einer unangezündeten Zigarre.
Ich muss aber sagen, dass ich ein leichtes Kratzen im Hals verspüre, wenn ich ein Stäbchen für länger brennen habe; ich merke es ab etwa der Hälfte.

Der Duft von The Great Indian Amber ist wirklich gut, aber von der generellen Qualität der Räucherstäbchen bin ich nicht vollends überzeugt.


Neben The Great Indian Amber habe ich von Silver auch The Amber Oudh bekommen, diese scheinen aber eingestellt worden zu sein und ich war von ihnen nicht sonderlich begeistert, weswegen ich auf ein Review verzichte.
Der Rohgeruch war sehr alkoholisch-volatil, und das war auch noch in den brennenden Stäbchen wahrzunehmen.

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