Rauchfahne
Rymer - Cake Bakhoor

Cake Bakhoor (Rymer Shop)

Wie die anderen Bakhoors stammt auch dieses Sample von meinem Freund Povilas, der mir eine großzügige Auswahl von Samples aus seiner Sammlung geschickt hat. Gekauft hat er sie bei Rymer, zusammen mit 2 weiteren Bakhoors, von denen er mir ebenfalls etwas abgegeben hat.

Rymer verkaufen all ihre Bakhoors in einfachen Blechdosen, was ich persönlich mag; außerdem zeigen sie den Inhalt in ihren Produktbildern.
Aktuell sehe ich 18 verschiedene Bakhoor-Sorten im Rymer Sortiment; die Preise gehen von 8,29€ bis 20,79€ für jeweils 25g.
Rymer geben an, dass ihre Bakhoors lokale, omanische Produkte sind, die überwiegend für den Eigenverbrauch, zu Hause oder in kleinen Fabriken hergestellt werden, hauptsächlich von Frauen.


Der Preis für 25g Cake Bakhoor beträgt 12,46€ – etwa 0,50€ pro Gramm.

Der Shop beschreibt den Duft von Cake Bakhoor als extrem feine und subtile Bakhoor-Variation mit samtigen Spuren von wertvollen Hölzern, Ambra und süßen, orientalischen Noten.

Ich denke, Cake Bakhoor ist ein Dukhoon Bakhoor, weil es auf relativ fein gemahlenem Material besteht.
Anders als andere Dukhoons die ich bisher hatte, ist dieses wirklich hart, während die anderen, nicht losen Dukhoons sich relativ leicht zerteilen ließen und dann krümelig waren. Bei Cake Bakhoor braucht es einen gewissen Kraftaufwand, um ein Stückchen abzubrechen.

Cake Bakhoor ist deutlich geruchsintensiver als die anderen 3 Sorten von Rymer die ich probiert habe.

Ich habe Cake Bakhoor über die letzten Wochen verteilt immer wieder verwendet, überwiegend auf Räucherstövchen (mit Teelicht), sowohl in meinem Wohnzimmer als auch im Bad. Dabei habe ich unterschiedliche Dinge ausprobiert: Fenster geöffnet oder geschlossen, das Bakhoor auch mal auf Kohle verräuchert. Trotzdem werde ich aus dem Geruch nicht ganz schlau und das Lesen der Beschreibung macht es auch nicht besser …

Der Geruch ist für mich hauptsächlich undefinierbar parfümig. Ich erkenne eine gewisse Floralität und eine schwache Süße mit Anklängen von Amber und Moschus.
Da ist etwas Krautiges, das mich im Rohgeruch von allen Dingen an Pizzasoße erinnert hat. Diese Note habe ich in meinen Notizen irgendwann „Thymian“ genannt, aber ganz zufrieden bin ich damit nicht.
Ich empfinde den Geruch insgesamt als tendenziell seifig.

Das Geruchserlebnis beim Verräuchern auf Kohle war relativ ähnlich zu dem Duft auf dem Stövchen, allerdings deutlich weniger langlebig.
Am stärksten aufgefallen ist mir, dass der krautig-grüne Aspekt mit der Kohle stärker hervorzutreten scheint und auch eine leichte Bitterkeit mitbringt.
Wenn das meiste Parfüm sich verflüchtigt hat, kommt ein leicht brandiger Geruch von Zucker und Holz durch.

Cake Bakhoor ist nicht schlecht. Ich finde daran nichts auszusetzen, es trifft nur einfach nicht meinen Geschmack.

Anmerkung zu Rymer:

Obwohl der Bestellvorgang etwas kompliziert war, wollte ich bei Rymer unbedingt bestellen, weil ich von seinem Sortiment wirklich beeindruckt bin. Nicht nur was Räucherstäbchen, sondern auch was loses Räucherwerk angeht.
Das System des Shops erlaubt nur Bestellungen innerhalb der Tschechischen Republik und aus der Slowakei, deswegen habe ich nachgefragt, ob sie auch in andere EU-Länder verschicken würden, was sie auf Anfrage gerne tun.
Michael Rymer, der Eigentümer, war während des gesamten Vorgangs sehr hilfsbereit und reaktionsschnell (in englischer Sprache). Mir wurde gesagt, ich solle meine echte Adresse in das Notizfeld an der Kasse eingeben und die Tschechische Republik und 54401 als Postleitzahl auswählen, um die Bestellung abschließen zu können.
Als Bezahloptionen gibt es Banküberweisung und einige andere – kein PayPal.
Eine Weile, nachdem ich die automatisierte Rechnung erhalten hatte, wurde mir eine zweite Rechnung mit den tatsächlichen Versandkosten zugesandt. Der Versand sollte ursprünglich 20€ kosten – was ich ziemlich hoch fand, aber trotzdem akzeptiert habe. Später schickte mir Herr Rymer eine weitere E-Mail, in der er mir mitteilte, dass es weniger gekostet hat als erwartet, und bot mir eine Rückerstattung von 6 € an. Die tatsächlichen Versandkosten betrugen also 14€, was ungefähr meiner Erwartung entsprach.
Er hätte genauso gut nichts sagen und das Geld einfach behalten können, hat er aber nicht, und das finde ich sehr anständig.

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