Rauchfahne
Agara - Kama

Agāra – Kāma

Heute möchte ich Ihnen etwas Besonderes vorstellen:
Handgerollte Dry Masala Räucherstäbchen von beeindruckender Qualität, hergestellt in Frankreich.

Der Räucherwerk-Kunstandwerker Alexandre Maël Armati (den ich hier vorstelle) hat mich Ende 2024 über Instagram kontaktiert und mir Samples seiner 4 damals existierenden Sorten angeboten. Es ging dabei nicht um Reviews, er wollte einfach nur seine Arbeit mit einem Gleichgesinnten teilen, und vielleicht etwas Feedback.

Von Kāma war ich sofort begeistert und habe mir mittlerweile bereits zwei Packung davon nachgekauft.

Kāma gibt es in seinem Etsy-Shop in Packungen mit 10 (8€), 15 (11€) oder 20 Stäbchen (14€). Maël hat mir gesagt, dass er zukünftig auch Probiergrößen und Sampler anbieten möchte.
Die Stäbchen sind ca. 22cm lang und wiegen zwischen 1 und 1,5 Gramm.
Die Brenndauer ist mit ca. 40 Min. angegeben; ich denke, sie brennen mindestens so lange.
Es gibt eine sehr ausführliche Produktbeschreibung. 🙂

Neben Etsy gibt es auch die Möglichkeit direkt bei ihm per Email (encens.agara(at)gmail.com) oder WhatsApp (+33601458883) zu bestellen. Außerdem kann man Maël über seine Instagram und Facebook Profile erreichen.

Zutaten: Makko, Bambus, Sandelholz, Patchouli, schwarzes Benzoe, weißes Benzoe, malaysisches Benzoe, Siam-Benzoe und Djaoui.

Die Beschreibung spricht von einem „Hauch“ von Patchouli, es ist aber schon etwas mehr als das. Kāma sind solide Patchouli Räucherstäbchen, auch wenn das besondere Augenmerk auf der Auswahl und Komposition der unterschiedlichen Benzoe-Varianten liegt.

Der Rohgeruch der Stäbchen verspricht einen erdigen, natürlichen Patchouliduft untermalt mit milchig-weichem Sandelholz.

Hat man ein Stäbchen angezündet, wird man sofort von der unverkennbar balsamischen und an Vanille erinnernden Süße von Benzoeharzen begrüß; der, tiefe Duft von Patchouli als erdiger Begleiter. Ich liebe süße Patchoulidüfte und Benzoe ist für mich ein perfekter Partner für Patchouli.

Die frühere Charge von Kāma, aus der das ursprüngliche Sample stammte, hatte noch einen etwas höheren Gehalt an Patchouli. Bei der jetzigen (und finalen) Rezeptur steht die Benzoe etwas mehr im Vordergrund.
Die neu austarierte Balance bringt eine zimtige Würze hervor. In anderen Räucherstäbchen ist mir diese ebanfalls schon begegnet, habe sie aber immer als zu dominant empfunden. In Kāma ist es nur eine kleine, feine Note, die eine weitere Facette in den Duft hineinbringt.

Ich fand beide Varianten ausgezeichnet; was ich aber an der aktuellen Charge ganz besonders schätze, ist der unterliegende Sandelholzduft.
Maël hat mir gesagt, dass er das Glück hatte, eine begrenzte Menge an sehr hochwertigem Sandelholz zu ergattern, welche in aktuellen Chargen verarbeitet ist. Er meint, sein Vorrat werde für etwa ein halbes Jahr reichen.

Die ersten Samples von Kāma, aus einer früheren Charge. Die damaligen Stäbchen waren etwas dünner als die jetzigen.

Ich war in die erste Version genauso schockverliebt wie ich es in diese bin, und das obwohl sie noch nicht dieses besonders schöne Sandelholz enthalten hatte; ich habe daher keinen Zweifel daran, dass zukünftige Chargen exzellent sein werden, auch wenn Maël auf anderes Sandelholz zurückgreifen müssen sollte.
Ich betrachte diesen Aspekt der aktuellen Kāma Stächen als ein kleines Extra, ein Sahnehäubchen. Es ist wie ein besonders guter Jahrgang eines ohnehin schon fantastischen Weins. (Weswegen ich mittlerweile auch ein zweites mal nachbestellt habe.)

Der Duft von Kāma ist einfach nur hervorragend. Der Patchouli entfaltet seinen vollen Charakter: dunkel und erdig, tief und beruhigend. Die Harze wirken minutiös dosiert und stehen in perfekter Balance zu den anderen Zutaten. Das Sandelholz liefert eine weiche, unaufdringliche Basis, schafft es aber gelegentlich, in den Vordergrund zu treten und durch seine unverkennbare Milchigkeit zu glänzen.
Die einzelnen Komponenten verschmelzen zu einem wunderbaren Gesamtkunstwerk, das mehr ist, als die Summe seiner Teile.

Ich habe vor nicht allzu langer Zeit die Patchouli Stäbchen aus Fiore D’Oriente’s Marco Polo’s Treasures Linie reviewt und verkündet, in ihnen meine perfekten Patchouli-Räucherstäbchen gefunden zu haben.
Agāra – Kāma stehen ihnen in nichts nach und haben sich den Platz an ihrer Seite – als meine liebsten süßen Patchouli-Räucherstäbchen – redlich verdient.

Agara - Kama open

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