Rauchfahne
Shoyeido - Baikaju

Shoyeido – Selects – Baikaju · Plum Blossom

Baikaju war mal wieder ein Schnäppchen, das ich auf Kleinanzeigen gefunden habe. Ich habe sie Mitte 2025 im Konvolut mit zwei weiteren Schachteln von japanischen Räucherstäbchen gekauft (Shoyeido – Moss Garden und Asayu – Agarwood).

Die Sorte scheint ausschließlich in dieser Packungsgröße, mit 150 Stäbchen von ca. 14cm Länge erhältlich zu sein. Die Brenndauer wird mit 30 Minuten angegeben.
In Deutschland finde ich aktuell nur einen Shop, der sie verkauft: zenminded.de, für 25€.
In England (Lotus Zen Incense) kosten sie 14.95£,
in den USA (Shoyeido) zahlt man 11,95$,
bei Wa no Kaori, direkt aus Japan bestellt, kostet die Packung 8,95€.

Gefühlt gehört BaikajuPlum Blossom“ zu den Dailys bzw. der Linie Natur & Tradition, wie sie in Deutschland genannt wird. Tatsächlich reihen sie Shoyeido aber mit einigen anderen, scheinbar für sich stehenden Sorten unter dem Namen „Selects“ ein.

Plum Blossom haben für mich Ähnlichkeit mit den Sorten Autumn Leaves, Golden Pavilion und Moss Garden (außerdem mit Ruby, aus der Gemstone Series, welche einem direkten Vergleich nicht standhält). Bei allen liegt ein geruchlicher Schwerpunkt auf dem Zimt, welcher aus all diesen süßen Sorten deutlich hervorsticht.

So ist auch Baikaju ausgesprochen süß. Ohne sie mit den drei erwähnten Sorten direkt verglichen zu haben, würde ich sagen, sie sind die süßesten.
Ich habe festgestellt, dass der Charakter der Süße stark von der Luftverdünnung abhängt.
Habe ich das Stäbchen bei mir im Wohnzimmer oder im angrenzenden Raum brennen, nehme ich den Geruch hauptsächlich als Puderig wahr, zumal sich die Holzigkeit der Sandelholzbasis dann am deutlichsten zeigt.
Im Hausgang aufgestellt, sodass der Geruch eine ziemliche Strecke zu mir wandern muss, kommt die Süße richtig intensiv durch, und mir zudem cremig vor.

Auch mit der Zimtnote ist es ähnlich. Wenn ich mich im selben Raum wie das brennende Stäbchen befinde, ist der Zimt zwar wahrnehmbar – mit seiner warmen und würzigen Note – wirkt aber holziger; in hoher Verdünnung kommt ein leichtes Prickeln der zimtigen Schärfe hervor.
Kühlere Luft scheint dafür zusätzlich zuträglich zu sein.

Wenn sich der Geruch nicht stark verdünnt, nehme ich eine subtile Frische oder feine Säure wahr, welche die Süße ein wenig ausbalanciert.

Von Anfang an war ich mir unschlüssig darüber, ob Baikaju nun wirklich floral riechen, oder ob es nur die Macht der Suggestion ist, die mich das denken lässt.
Es ist definitiv nicht dieselbe Art von Floralität wie in modernen, japanischen Räucherstäbchen (die auf Ölen basieren) oder gar indischen.
Aber – doch – sie sind floral, auf eine subtile, leise Weise.

Baikaju sind unter Shoyeido-Liebhabern sehr populär, und ich kann verstehen, warum: Der Duft ist einfach zu mögen, unaufdringlich (wenn man süße Düfte mag) und wirkt natürlich.
Trotzdem komme ich nicht so recht über das sich mit Shoyeido einstellende Kennst-du-eines-kennst-du-alle-Gefühl hinweg.
Direkt miteinander verglichen sind die Unterschiede zwischen ähnlichen Sorten durchaus deutlich, aber für sich genommen riechen sie oft repetitiv.

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