Rauchfahne
Shoyeido - Expo Incense - Africa

Shoyeido – Expo Incense – Scent of Africa

Dieses Sample stammt von Sebastian, der letztes Jahr (2025) nach Japan gereist ist und mir von dort einiges Räucherwerk mitgebracht hat. Er hat mir auch das Foto für das Titelbild zur Verfügung gestellt. Danke für beides! 🙂

Die Räucherstäbchen sind Teil einer Linie, die speziell für die Fragrance Expo geschaffen wurde. Sie ist eine Kollaboration dreier Firmen: Shoyeido, Kyukyodo und Nippon Kodo. Jeder Hersteller hat zwei der 6 Sorten kreiert:

  • Scent of Asia – Kyukyodo (orientalischer Blumenduft mit indischem Sandelholz)
  • Scent of Oceania – Kyukyodo (der Duft weißer Blüten mit australischem Sandelholz)
  • Scent of Europe – Shoyeido (ein Blumenbouquet mit Kräutern und Gewürzen)
  • Scent of Africa – Shoyeido (erdiger Duft mit Kräutern und Gewürzen)
  • Scent of North America – Nippon Kodo (weißer Salbei, Copal, Eukalyptus und Cassis)
  • Scent of South America – Nippon Kodo (Limette, Gewürznelken und Palo Santo)

Die Informationen stammen von einem der Packung beiliegenden Zettel.
Im Internet findet sich so gut wie nichts, nur ein kurzer Artikel auf dem Blog der japanischen Chuo Ward Tourism Association, den ebenfalls Sebastian ausfindig gemacht hat.

Die Packung wurde im Shoyeido Main Store in Tokyo gekauft. So weit ich weiß, sind sie auf dem internationalen Markt nicht erhältlich.

Der kurze Beschreibungstext gibt kaum Informationen her: „Das weite Land Afrikas. Menschen, die in leuchtenden, farbenprächtigen Kostümen tanzen. Ein wilder, erdiger Duft, vermischt mit Kräutern und Gewürzen.“

Schon der Rohgeruch ist eher ungewöhnlich: eine säuerlich-fruchtige Note, die sich mit Gewürzen und einem Hauch von etwas Moschusartigem mischt.

Angezündet setzt sich der leicht spritzige, säuerlich-fruchtige Charakter fort und die würzige, ein wenig an Nelke oder vielleicht Sternanis erinnernde Note kommt stärker zum Vorschein.

Beim ersten Stäbchen habe ich eine Note aufgeschnappt, die ich mit Iriswurzel assoziierte. Heute finde ich einen animalischen Aspekt darin. Etwas, das ich eher einer Wurzel wie Narde zuordnen würde. Zwar weich, aber auch leicht in eine unangenehm miefige Richtung abdriftend. Möglicherweise ist es eine dieser aus der Erde stammenden Zutaten, die Shoyeido mit „erdig“ meinen.

Immer mal wieder schnappe ich auch eine leichte, herbe Seifigkeit auf, die an wärmeren Tagen präsenter zu sein scheint.
Im Nachgeruch bleiben die würzigen Noten am deutlichsten zurück.

Der Charakter von Scent of Africa ist modern, vielleicht sogar ein wenig experimentell.
Ich empfinde den Duft als interessant. Er ist mal etwas anderes, aber nichts, was ich mir nachkaufen würde. Als eine für ein Event entwickelte, limitierte Auflage sind sie dafür aber auch nicht gedacht.

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