Shroff – Nag Champa
Dieses Stäbchen habe ich von Ashok Kapur, Inhaber des Padma Store bekommen.
Beim Padma Store kostet eine Packung mit 50g der Stäbchen 10,95€. Die Brenndauer ist mit 90 Minuten angegeben.
In Europa werden sie außerdem von dem tschechischen Shop Rymer (25g/5,38€) und in England von LotusIncenseZen (50g/11,67€) verkauft.

In seiner Produktbeschreibung berichtet Ashok, dass einige seiner Kunden „echte Kenner indischer Düfte“ sind und diese Nag Champa aufgrund ihres ursprünglichen Duftes hochschätzen.
Was mir nach dem Anzünden des Stäbchens schnell auffällt, ist, dass mich der Duft an den allgemeinen Charakter von Shanthimalai – Nag Champa erinnert, welche als „Geheimtipp“ gelten. Einige Räucherstäbchenenthusiasten, die alt genug sind, um noch den ursprünglichen Duft der originalen Nag Champa zu kennen, sagen, dass auch die Shanthimalai einen sehr ursprünglichen Geruch haben. Ich selbst bin allerdings zu jung, um mich an die Satya – Nag Champa mit der Rezeptur der 70er bis Ende 90er zu erinnern.
Shroffs Nag Champa erscheint mir ein gutes Stück weniger süß als viele andere Nag Champa. Ich rieche eine gewisse Würzigkeit und vor allem eine stark ausgeprägte, wachsig-weiche Note, die ich bei Nag Champa mittlerweile als recht klassisch empfinde. Außerdem rieche ich eine eher herbe Fruchtigkeit, vielleicht ein wenig wie in Guava, nur ohne deren Säure.
Die typische Floralität ist da, aber nicht so „laut“ wie es bei stark parfümierten Nag Champa Sorten der Fall ist. Ich empfinde den Charakter dieses Duftes als ruhig und entspannend, wohingegen andere Nag Champa Düfte für mich oft sehr lebhaft erscheinen. Es ist eine angenehme Abwechslung.
Obwohl die Wachsigkeit in diesem Nag Champa stark ausgeprägt ist, scheine ich mit ihr doch besser zurechtzukommen als in beispielsweise Nag Champa Gold. Ich habe den Eindruck, dass es daran liegen könnte, dass Nag Champa von Shroff einen etwas tieferen, herberen Ton hat.
Den Nachgeruch empfinde ich als blumig, sanft und freundlich.
Besonders interessant fand ich den Direktvergleich mit Shanthimalai – Nag Champa. Von diesen hatte ich ein Stäbchen im Hausgang aufgestellt, während ich Shroff – Nag Champa im Wohnzimmer brennen hatte.
Obwohl ich Shanthimalai grundsätzlich süßer finde als Shroff, hat der Kontrast die Süße in Shroff – Nag Champa in meiner Wahrnehmung doch verstärkt.
Außerdem wirkt die Wachsnote in dem Shroff Stäbchen wärmer als für sich genommen; der herbe Aspekt wird beinahe ausgeblendet und dafür tritt eine spritzige Fruchtigkeit zutage.
Shanthimalai riechen dafür bei der Gegenüberstellung ein wenig nach Schuhcreme; ähnlich wie Meena Supreme.
Shroff – Nag Champa gehören nicht zu meinen persönlichen Top-Favoriten, sind aber dennoch gute und sehr klassische Nag Champa, die vor allem für Leute interessant sein dürften, die nach dem Nag Champa Duft „von früher“ suchen.

